Als passionierter Freund der schwarzen Gewandung kam es heute zu einem Gespräch über Berufsbekleidung mit meinem Schornsteinfeger: es stellte sich heraus, dass dieser in höchsten Maße genervt ist von dem „ist einfach so“ der traditionellen Kleidungsfarbe seines Berufsstandes. (weiterlesen…)
Welcher Szene wir zugehören und wie “aktiv” wir sind wird in Like-Buttons gemessen. Per Facebook-Design sind alle grundsätzlich „dafür“ oder gerade nicht vorhanden – niemals aber dagegen. Hier wird nicht nicht-gemocht, keinem Mustermann gefällt das nicht, keine Musterfrau empfiehlt mir auch dagegen zu sein.
Spätestens seit mir Facebook vor fast einem Jahr eine Mail ausgeliefert hat, in der auf Grund der Zeichenbegrenzung wörtlich stand, dass es meinem ehemaligen Politiklehrer gefällt, dass während des Holocaust 6 Millionen Juden von den Nazis ermordet worden sind, und er mir vorschlägt das auch „zu liken“, betrachte ich Facebook als eine Zeitraffer-Aufnahme einer Welt der Highspeed-Live-Berichterstattung in der dem überforderten Individuum nur noch der Ausweg des blinden Pseudo-Aktivismus verbleibt. (weiterlesen…)
Ägypten, Libyen, Japan – es scheint als würde dieser Planet aus einem Schlummer-Zustand erwachen, als würden seine Bewohner plötzlich aus einem Rausch gerissen: einem Rausch multimedialer Ablenkungskulte auf der einen Seite, und der Reduktion auf den bloßen Überlebenskampf um Reis und Bildung auf der anderen Seite. Während ein Teil der Erdbewohner in der stetigen Maximierung seiner Leuchtkraft seine Grenzen zu finden scheint, sucht ein anderer Teil nach scharfen Gegenständen um die Fesseln global profitabler Ausbeuter-Regierungen zu durchtrennen. Börsenkurse und Diktatoren stürzen wie Gebäude unter dem Druck der flüssigen Lebenskraft unserer Mutter Erde. Was bringt die Zukunft? (weiterlesen…)
Da ich in den letzten Monaten eine freiberufliche Tätigkeit aufgenommen habe, musste Stein 2.0 leider eine Winterpause einlegen. Doch mit dem Frühling erwacht auch dieses Projekt wieder und ich habe endlich wieder die Zeit geschaffen, hin und wieder hier ein paar meiner Gedanken zu veröffentlichen.
Ich danke allen, die Stein 2.0 in der Zwischenzeit nicht vergessen haben und besonders denjenigen, die mich in der Zwischenzeit immer wieder dazu animiert haben, endlich weiterzuschreiben.
Mir hat Stein 2.0 gefehlt, und ich kann nur jedem raten, immer solange an seinen Arbeitsbedingungen zu feilen, bis dem Kreativen in der Freizeit genügend Raum und Kraft bleibt!
Sarrazin bringt eine Diskussion ins Rollen, die schon längst vorhanden ist – dass er sie nur kapitalisiert? Nebensächlich! Der eine Politiker möchte gerne eine Zuwanderer-Vorauswahl im Sinne der Nützlichkeit, der andere möchte, dass „die Extremen“ doch bitte möglichst fernbleiben und der dritte erklärt freimütig, dass der Islam zu Deutschland gehört, als wäre diese Glaubensgemeinschaft so etwas wie Ameisen bei einem Picknick, die halt auch „dazugehören“. Hauptsache diese Anderen integrieren sich gefälligst mal irgendwie! (weiterlesen…)
Gestern, während die meisten ihren Samstag mit Fußball, Party oder einem gemütlichen Abend mit den Lieben genossen haben, gab es auch viele Menschen, denen diese Art Lebensfreude verwehrt ist. An diese Menschen sollten wir alle gestern mit dem „Welt-Depressions-Tag“ erinnert werden.
Auch der Fußball Spielplan des gestrigen Samstages sollte an einen Menschen erinnert haben, der den Kampf gegen diese Krankheit verloren hat. Dieser Mensch hätte gestern für seine Fans im Tor stehen und danach zu seiner Familie zurückkehren können. Allein in Deutschland sind genügend Menschen dauerhaft oder phasenweise von einer Depression betroffen, dass JEDER von uns damit in Berührung gekommen sein sollte. Dennoch besteht das Problem darüber zu reden, die Gefahr nicht rechtzeitig adäquate Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Sicherlich hat jeder von dem Amoklauf in Lörrach gehört. Sicherlich wird dem ein oder anderen aufgefallen sein, dass das einzige medial berücksichtigte Bindeglied zwischen diesem und den letzten Amokläufen in Deutschland die Benutzung von Schusswaffen darstellt. Natürlich wurde in diesem Zusammenhang der nach Winnenden laut gewordene Ruf nach schärferen Waffengesetzen aktualisiert (der Vater des damaligen Täters steht ja erst seit wenigen Tagen vor Gericht).
Allerdings wurde dieser auch sofort abgeschmettert: die Gesetze sind hart genug UND eine weitere Verschärfung dieser Gesetze wird keine weiteren Vorfälle dieser Art verhindern!
Interessant! Während hier die Frage erlaubt sein muss, warum die Verfügbarkeit von Spielen für Erwachsene für eben diese Zielgruppe weiter eingeschränkt werden musste (und entsprechende Forderungen nach Verboten und sogar Bestrafung der Hersteller längst nicht versiegt sind), obwohl auch für das Jugendschutzgesetz im Bezug auf Medien gilt: die Gesetze sind hart genug, eine weitere Verschärfung wird keine weiteren Taten verhindern. (weiterlesen…)
Kaum jemandem auf unserem Planeten wird die seit 2001 veränderte Bedeutung des heutigen Tages entgangen sein.
Auch heute wieder prägt ein ganzer Korb voller verschiedener Diskussionen die Medien und das Denken der Menschen.
Weit oben stehen hier Koran-Verbrennung, Angst vor neuen Anschlägen, Verschwörungstheorien, der umstrittene Bau einer Moschee, die Bedeutung des Islam, die Bedeutung des Christentums, etc.
Ich musste an eine alte Geschichte denken – das genaue Alter ist nicht bekannt, aber die Geschichte existiert seit hunderten, wenn nicht gar tausenden von Jahren und wird immernoch in verschiedenen Formen erzählt. Es geht um ein paar Blinde, die nur durch tasten einen Elefanten beschreiben sollen. Jeder der Männer betastet einen Teil des Elefanten und bildet sich eine Meinung. Daraufhin entsteht ein großer Streit, da jeder der Männer überzeugt ist im Recht zu sein, obwohl er nur einen Teil dieses großen Wesens erfassen konnte. (weiterlesen…)
„Meinungen sind wie Arschlöcher – jeder hat eines!“
Uralter Spruch – und nicht mal wirklich wahr:
Willkommen in einer Zeit, in der Moral und Werte nichts weiter sind, als ein “Gefällt mir”-Button am Ende einer mehr oder weniger provokanten Aussage. Wie in Björks Video zu „Human Behaviour“ sind wir häufig kaum mehr als Motten, die um die nächstgelegene und hellste Glühbirne flattern, bis wir müde werden, oder jemand das Licht ausmacht… (weiterlesen…)
Bekanntlich tun wir alle gern Gutes, zumindest wenn es keine Arbeit macht!
Ein Freund hat eine solche Möglichkeit entdeckt: Eine Suchmaschine die den Regenwald rettet!
Soweit ich mir das ganze angeguckt habe, ist das ein schönes Projekt, dass 80% der Einnahmen an den WWF weiterleitet um den Regenwald zu schützen. Hervorheben möchte ich auch den lobenswerten Umgang mit Daten! (weiterlesen…)
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